Life’s a roadtrip


Ich habe es satt, eine Frau zu sein.
Mai 27, 2006, 5:41
Gespeichert unter: Emanzipation, Frauen, Staat

Was durfte ich in der FAZ lesen?

„Die Zahl der Akademikerinnen, die kinderlos bleiben, ist deutlich geringer, als bislang angenommen wurde. (…) Abermals zeigt sich – auch nach den neuen Ergebnissen – daß etwa 25 Prozent der Akademikerinnen kinderlos bleiben.“

 

Ja, sach einmal! Bin ich auf die Welt gekommen, um später als Gebährmaschine für den Staat zu arbeiten? Andauernd wird von kinderlosigkeit in unserer (deutschen) Gesellschaft gesprochen. Und immer heißt es, die Frauen kriegen keine Kinder,  sondern wollen lieber Kariere machen.

 

Entschuldigung! Kariere bedeutet Geld. Und davon braucht man heutzutage einiges, um ein „normales“ Leben führen zu können.

 

Immer wird alle Schuld auf uns Frauen abgeschoben. Aber warum sollen wir Kinder kriegen? Haben wir mit dem Staat ein Abkommen geschlossen, Kinder zu kriegen? Ich bin 16 Jahre alt und ich muss mir jetzt schon die ganze Zeit anhören, dass ich viel arbeiten muss, um schön in die Staatskassen zu zahlen und am Ende nichts oder so gut wie gar nichts wiederzubekommen und dass ich viele Kinder machen soll, damit diese sich auch den Arsch abrackern können, um ebenfalls nichts wiederzubekommen.

 

Angenommen ich habe zwei Kinder, konnte aber wegen der magelnden Kinderbetreuung in Deutschland nicht Arbeiten. Ich habe, dann keine andere Wahl als auf Staatskosten zu leben, denn ICH MUSS DOCH KINDER HABEN. Woooow… der Staat profitiert ja so sehr davon, dass ich zwei Kinder habe, aber nur aus den Kassen lebe.

 

Meinen Kinden werde ich wegen des mangelnden Geldes auch keine gute Ausbildung ermöglichen, dank der sooooo gleichen Bildungschancen für alle. Sie müssen auf einen Ausbildungsplatz hoffen, von denen es ja auch so viele gibt. Und dann sollen sie sich einen Job besorgen, und gegen fünf Millionen Arbeitslose sich behaupten. Letztendlich werden meine beiden Kinder genauso wie ich arbeitslos. Ergo, ich hab auf Grund meiner Pflicht dem Staat und der Gesellschaft gegenüber zwei Kinder gezeugt und damit zwei weitere zukünftige Arbeitslose in die Welt gesetzt.

 

Ist es das, was du willst lieber Staat?

 

Beschwert euch wegen einer kinderlosen Gesellschaft nicht bei uns Frauen, sondern beim Staat, der uns Frauen nicht die Möglichkeiten schafft, Kinder zu haben und nicht an der Armmutsgrenze leben zu müssen!